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Liparische Inseln

Liparische Inseln

 

Sieben Inseln feurigen Ursprungs - Alicudi, Filicudi, Lipari, Panarea, Salina, Stromboli und Vulcano - breiten sich vor der sizilianischen Nordküste aus, ein vulkanischer Brückenschlag vom Ätna zum Vesuv. 

 

 

Die bewegte menschliche Geschichte auf den Liparischen (Äolischen) Inseln umfasst einen Zeitraum von über 6000 Jahren und steht in engem Zusammenhang mit der vulkanischen Natur der Inseln. Die erste industrielle Revolution erlebte Lipari, die Hauptinsel des Archipels, bereits gegen Ende des 5. Jahrtausends v. Chr. Das schwarze Vulkanglas Obsidian wurde von den Menschen der Jungsteinzeit abgebaut und zu Schneidewerkzeugen und Waffen weiterverarbeitet, die im gesamten westlichen Mittelmeerraum einen reißenden Absatz fanden. Der wirtschaftliche Erfolg, setzte sich dank der günstigen Lage an einer der wichtigsten Seehandelsrouten, auch während der Bronzezeit fort. Es bestand in dieser Epoche ein reger Austausch mit der mykenischen Welt, der seinen Nachhall in den homerischen Epen fand. Es fällt nicht schwer, im Kastell von Lipari, die von "ehernen Mauern" umgebene Burg des Aiolos (lat. Äolus) zu sehen, der Odysseus gastfreundlich aufnahm.

 

 

Der Weinanbau auf den fruchtbare Vulkanböden fand 1889 sein vorläufiges Ende, als die Reblaus auch die Äolischen Inseln erreichte. In Folge der wirtschaftlichen Misere setzte ein Massenexodus in Richtung Australien oder Amerika ein und bis Anfang des 20. Jahrhunderts hatte mehr als die Hälfte aller Inselbewohner ihre Heimat verlassen. Im Jahr 1949 drehte der Regisseur Roberto Rosselini den Film "Stromboli - Terra di Dio" und neben Ingrid Bergmann spielte der feuerspuckende Vulkan die Hauptrolle. Die Neugier auf eines der schönsten Archipele des Mittelmeeres war geweckt und die ersten Urlauber ließen nicht lange auf sich warten. Der Fremdenverkehr ist heute die Haupteinnahmequelle des Archipels. Faszinierende Vulkanlandschaften, herrliche Wanderwege, ein sauberes Meer, im Inselstil errichtete Hotels und eine gute Küche entschädigen für die etwas umständliche Anreise. Besonders in den Frühjahrs- und Herbstmonaten laden die Inseln zu einem erholsamen Urlaub ein. Am schnellsten und einfachsten sind die Inseln vom Hafen Milazzo aus zu erreichen.

 

 

Den 15-minütigen Film "Äolische Inseln – Schwestern aus Feuer und Wind"  aus der absolut sehenswerten SWR-Reihe "Schätze der Welt – Erbe der Menschheit" gibt es auf der Senderseite – bald hoffentlich auch Filme zu den anderen Welterbestätten Siziliens.

 

 

 

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