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Tierwelt

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Die Chancen, in Sizilien auf Wanderungen Grosswild anzutreffen, sind gering. Bär, Wolf oder Rothirsch sind spätestens seit dem 19. Jh. durch unkontrollierten Waldeinschlag und Wilderei ausgerottet, andere wurden durch die Weidewirtschaft verdrängt. Dabei war das Hirschkitz (griech. nebros) einst Namensgeber der Nébrodi. Die größeren Waldgebiete am Ätna, in den Nébrodi und Madonie sind Rückzugsgebiet für Wildschweine, Füchse, Baummarder und scheue Wildkatzen. In den 1980er Jahren wurden in den Madonie Dammhirsche und auf Maréttimo Mufflons erfolgreich ausgewildert.

Der einzigen auf Sizilien vorkommenden Giftschlangenart, der Aspisviper (Vipera aspis), wird man auf Wanderungen nur selten so nahe kommen, dass man ihren deutlich vom Körper abgesetzten dreieckigen Kopf, die aufgestülpte Schnauze und die senkrecht geschlitzten Augen erkennen könnte. Die tagaktiven Vipern bevorzugen trockene, steinige Lebensräume und fliehen bei Störungen (Bodenerschütterungen). Knöchelhohe Wanderschuhe sind der beste Schutz! Häufiger ist in der Macchia und auf Feldwegen die Begegnung mit der ungiftigen Gelbgrünen Zornnatter (Hierophis viridiflavius). Die flinken tagaktiven Tiere, in Süditalien und Sizilien in schwarzer Pigmentfärbung vorkommend, werden bis zu 2 m lang. Wenn es auf Wanderungen hektisch huscht, dann sind meist Ruineneidechsen (Podarcis siculus) oder Mauereidechsen (Podarcis waglerianus) unterwegs. Etwas seltener sind Smaragdeidechsen (Lacerta bilineata), deren Männchen an der auffällig blauen Kehlfärbung leicht zu erkennen sind. Mauergeckos (Tarentola mauritanica) huschen nicht nur über Trockensteinmauern, sondern klettern auch in Häusern umher. Da sie sich von Insekten (Stechmücken!) ernähren, ist ihre Gesellschaft erfreulich.

Sizilien ist ein Eldorado für Vogelbeobachter. Auf halbem Weg zwischen Europa und Afrika gelegen, ist die Insel Rast- und Winterquartier zahlloser Zugvögel, der Stretto di Messina die Hauptroute ziehender Raubvögel. Zu den wichtigsten Raststationen zählen im Frühjahr und Herbst die Insel Maréttimo, die Lagunen bei Trapani und die Mündungsgebiete von Plátani und Simeto. Alleine in der Riserva di Vendicari wurden bislang über 200 Vogelarten beobachtet, das ganze Jahr über finden sich Flamingos (Phoenicopterus ruber) ein. Sizilien ist auch Brutplatz großer Greifvögel. Im Parco dei Nébrodi sind mit Erfolg wieder Gänsegeier (Gyps fulvus) angesiedelt worden. In unzugänglichen Felswänden der Riserva dello Zingaro nisten die scheuen Habichtsadler (Hieraaetus fasciatus). Zahlreiche Falkenarten sind in den Schluchten der Monti Iblei zu beobachten. Der Italienische Bund für Vogelschutz LIPU unterhält in Sizilien mehrere Naturschutzgebiete und bietet vogelkundliche Führungen an. Auf regionaler und lokaler Ebene, sowie als Betreiber weiterer Naturschutzgebiete engagiert sich auch der World Wildlife Fund Sicilia.

 

 


www.mare-mundi.eu
– Das Mittelmeer-Portal des Meeresbiologen Robert Hofrichter ist zu Themen unter, wie über Wasser eine gute Informationsquelle, seine Bücher zum selben Thema eine unendliche Fundgrube.

 

www.wwf.it/sicilia - Der WWF Sicilia betreut z.Z. vier Naturschutzgebiete in Sizilien.

 

 

 

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