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Syrakus und Südosten

Syrakus und Südosten

 

Der Südosten Siziliens fällt gemäß der alten Dreiteilung der Insel mit dem Val di Noto zusammen und wird heute von den Provinzen Siracusa und Ragusa politisch verwaltet. Eine weitgespannte, sich nur wenige hundert Meter über das Meer erhebende Kalktafel bestimmt die Landschaft. Der helle Kalk der Monti Iblei, aus dem auch die Städte gebaut sind, wirft das Sonnenlicht zurück, ein Licht wie wir es nur hier im Südosten antreffen. In erdgeschichtlicher Vergangenheit hingen die Monti Iblei, Apulien und der Ägäisraum zusammen. Faszinierend, wenn man sich vorstellt, dass Jahrmillionen später in der Antike die griechischen Auswanderer in Sizilien auf vertrauten Boden stießen.

 

 

Flüsse haben in die Kalktafeln tiefe Schluchten gegraben, sogenannte Cave. Seit der Steinzeit siedelten Menschen in diesen Tälern, aus der Bronzezeit finden wir beeindruckende Nekropolen, die größten bei Pantálica. Während des frühen Mittelalters suchten byzantinische Mönche in den Cave Zuflucht und die Totenstädte der Sikuler füllten sich für kurze Zeit mit neuem Leben.

 

 

In spanischer Zeit herrschten die Cabrera über weite Teile des Südostens. Im 15. Jahrhundert überließen sie ihren Bauern das Land auf den Hochebenen in Erbpacht, ein sozialgeschichtlicher Sonderfall in Sizilien, dass auf dem Land noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in der Regel nur reiche Grundbesitzer und ein Heer verarmter Tagelöhner kannte. In den Monti Iblei hingegen entstand eine faszinierende Kulturlandschaft. Kilometerlange Trockensteinmauern trennen Acker- von Weideland und erlaubten eine effektive Wechselwirtschaft. Das verheerende Erdbeben des Jahres 1693 zerstörte dutzende Städte im Val di Noto. Alle wurden während des 18. Jahrhunderts in einem überschwenglichen Barockstil wieder aufgebaut, eine gesellschaftliche Leistung und Explosion der Kreativität über die man heute nur staunen kann. Vielleicht ist es kein Wunder, das gerade diese Gegend Siziliens Dichter hervorgebracht hat, wie Ibn Hamdis oder den Literaturnobelpreisträger Salvatore Quasimodo, die mit feinem Gespür die Schönheit der Landschaft beschrieben. Die bronzezeitlichen Nekropolen von Pantálica, stehen ebenso wie die griechisch-antiken Baudenkmäler von Siracusa (Syrakus) und die Barockstädte des Val di Noto auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO.

 

 

 

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