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Agrigent und Monti Sicani

Agrigent und Monti Sicani

 

Die Landschaft des Agrigentino ist schwer zu fassen, das mag an den weichen Lehmhügeln und den Gipsbergen, die sich glitzernd in Licht auflösen liegen. Wo früher in der Küstenebene fast ausschließlich Hartweizen angebaut wurde, breiten sich heute Foliengewächshäuser aus, in denen Frühgemüse für die europäischen Märkte heranreift. Ganze Landstriche erwecken so den seltsamen Eindruck, von seenbedeckten Hügeln. Um Agrigento herrschen Mandelbäume vor, die im Februar mit ihrer Blütenpracht das Frühjahr ankündigen. Ausgedehnte Weideflächen überziehen nach wie vor die Hänge der Monti Sicani. Das Städtchen Sant'Angelo Muxaro im Hinterland der Provinzhauptstadt ist einen (Wander-)Abstecher wert.

 

 

Die Provinz Agrigento fordert zur selektiven Wahrnehmung heraus. Auf der einen Seite erinnern prachtvolle Tempelanlagen (UNESCO-Weltkulturerbe) an eine Stadt, die Pindar noch "als die schönste (...) der Sterblichen" bezeichnen konnte, auf der anderen Seite breitet sich das moderne Agrigento wie ein Geschwür in der Landschaft aus. Palma di Montechiaro, bis 1812 noch im Feudalbesitz der Tomasi di Lampedusa, besucht man am besten virtuell, indem man den "Leoparden" liest. Andere Orte wiederum, wie Caltabelotta, gehören zu den eindrucksvollsten Siziliens.

 

 

Das Agrigentino ist auch eine literarische Provinz und hat Schriftsteller wie Luigi Pirandello, oder Leonardo Sciascia hervorgebracht. Seine Geburtsstadt Racalmuto hat Sciascia ein schönes Denkmal gesetzt. Die lebensgroße Statue des Dichters flaniert mit den Menschen tagtäglich über den Corso. Zu spätem Ruhm kommt heute der 1925 in Porto Empedocle geborenen Andrea Camilleri, dessen Romane in Vigàta, "il centro più inventato della Sicilia più tipica" spielen. Vigàta und Montelusa sind Phantasieorte, wer möchte, kann aber Porto Empedocle und Agrigento dahinter erkennen. Westlich Porto Empedocle schließen sich die wildesten und schönsten Küsten der Provinz Agrigent mit der sogenannten Scala dei Turchi, dem Naturreservat Torre Salsa und den weißen Klippen von Eraclea Minoa an.

 

 

 

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